Allgemeines über das Virus

Die Paratuberkulose ist eine chronische, unheilbare Infektion des Dünndarms. Sie wird durch den Erreger Mycobacterium avium subspecies paratuberculosis (MAP) ausgelöst und endet immer tödlich. In Deutschland und der Schweiz gilt sie als meldepflichtige Krankheit, in Österreich als anzeigepflichtig. Die Krankheit verläuft oftmals Symptomlos, darum bleibt sie häufig über einen längeren Zeitraum unentdeckt.

Infektion und Inkubation

Die Infektion mit Paratuberkulose erfolgt bei Schafen hauptsächlich

• oral über kontaminierten Kot
• das Kolostrum
• über die Milch
• und sogar Sperma.
Föten können somit schon im Uterus angesteckt werden, zumeist bricht die Krankheit aber erst im Alter von etwa 2 Jahren aus. Lämmer im ersten Lebensjahr sind sehr anfällig für eine Ansteckung. Die Inkubationszeit beträgt 2 – 10 Jahre.

Symptome

An Paratuberkulose erkrankte Tiere zeigen häufig keine Symptome, aber mögliche Anzeichen einer Erkrankung können wie folgt sein

• Durchfall über einen längeren Zeitraum
• Kot ist schaumig
• Starke Abmagerung (tritt oft als Einzelsymptom auf)
• Rückgang der Milchleistung

Paratuberkulose wird durch einen mikrobiologischen Test nachgewiesen.

Behandlung

Eine Behandlung mit Antibiotika kann höchsten eine Milderung der Symptome hervorrufen und den unweigerlichen Tod des Tieres hinauszögern, der Erreger wird dadurch nicht ausgemerzt. In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind keine Impfstoffe zugelassen.

Vorbeugung

Man sollte unbedingt auf Stallhygiene und Hygiene an den Melkständen achten, um eine mögliche Ansteckung weiterer Tiere zu vermeiden. Wurde bei einem mikrobiologischen Test MAP festgestellt, sind die betroffenen Tiere sofort vom Bestand trennen und die Melde – Anzeigepflicht einzuhalten.

Lämmer müssen von Paratuberkulose erkrankten Muttertieren getrennt werden, um eine Infektion zu vermeiden. In vielen Fällen wird die Keulung eingesetzt, damit eine weitere Ansteckung verhindert werden kann.